| Meldungen aus dem Rems-Murr-Kreis / Politik 08.06.2009 Umwelt- und Planungsausschuss
Bausachen
Den zwei Baugesuchen wurde zugestimmt.
Einschotterung des Feldwegs im Gewann Hofwiesen in Auenwald-Mittelbrüden
Im Zuge der Erschließung des Gewerbegebiets Hofwiesen III im Ortsteil Mittelbrüden wurde ein Teilstück der Trasse des Kreisstraßen begleitenden Feldwegs aufgegeben und dafür als Verbindung ein Schotterweg vom vorhandenen Feldwegnetz bis zum südöstlichen Rand des Grundstücks der Obstannahme Heller im Bebauungsplan vorgesehen. Dieser Feldweg ist bisher lediglich als Erdweg vorhanden und soll jetzt auf eine Länge von ca. 200 m eingeschottert werden. Zudem ist eine kleine Verdolung im Bereich der Oberflächenwasserableitung der Gewerbegrundstücke vorgesehen.
Die Firma Andreas Knops hat die Herstellung des Wegs mit einer Fläche von rund 600 m² einschließlich des Einbaus einer Verdolung zum Preis von 14.223,84 ? einschl. MwSt. angeboten. Die Arbeiten sollen im August 2009 nach dem Abernten der Getreidefelder ausgeführt werden, der Termin wurde mit den Landwirten so abgesprochen.
Der Antrag von Herrn Seiter, die Arbeiten mit dem Bauhof auszuführen, wurde abgelehnt. Auf Antrag von Herrn Meister werden die angebotenen Preise nochmals überprüft.
Gemeinderat
Betreute Seniorenwohnungen in Auenwald, Vorstellung eines ersten Konzepts
Im Gemeinderat wurde gemeinsam besprochen, dass in Auenwald ?Seniorenanlagen? entstehen sollen. Eine gute Möglichkeit hierzu besteht in der Talstraße in Unterbrüden. Die beiden Grundstückseigentümer haben ihre grundsätzliche Zustimmung, auch zum Verkauf der notwendigen Grundstücksflächen signalisiert.
Mit verschiedenen Investoren wurde vom Bürgermeister in den vergangenen Jahren verhandelt. Zwei sind zwischenzeitlich nicht mehr sehr interessiert. Seit einigen Wochen wird nun mit der Paulus Wohnbau GmbH aus Pleidelsheim verhandelt, die derzeit u.a. in Unterweissach ein ähnliches Objekt baut, sowie in Allmersbach ein vergleichbares Objekt in der Planungsphase hat.
Der Geschäftsführer der Firma Paulus Mike Schanta stellte zunächst das Unternehmen und einige realisierte Projekte im Großraum Stuttgart vor. In 20 Jahren wurden 30 Objekte mit rund 400 Wohneinheiten gebaut.
Herr Schatz, Architekt aus Schwaikheim, präsentierte einen ersten Vorentwurf für eine Seniorenwohnanlage in der Talstraße in Unterbrüden. Der Eingang ist von der Straßenseite, im Erdgeschoss ist ein Gemeinschaftsbereich vorgesehen. Die Wohnungen sind über Laubengänge erschlossen und zum Garten/Innenhof orientiert. Es sind ca. 11 Wohnungen mit 60 - 90 m² möglich. Das Gebäude hat ein Pultdach, der First ist niedriger als bei der vorhandenen Scheune. Im UG sind 7 Garagen, ein Stellplatz an der Straße und evtl. an der Bachseite drei weitere. Im OG ist u.a. ein Bereitschaftsraum und ein Pflegebad, das auch von den Bewohnern genutzt werden kann, wenn jemand baden statt duschen möchte.
Der konkrete Bedarf soll mit einer Befragung festgestellt werden. Durch die demografische Entwicklung wird die Nachfrage nach betreuten Seniorenwohnungen immer größer. Ein Teil der Käufer wird selbst einziehen. In der Regel stellt die Gemeinde als ihren Anteil den Gemeinschaftsraum zur Verfügung, hier können und sollen auch öffentliche Veranstaltungen stattfinden.
Der Bau beginnt, wenn 20 - 40 % der Wohnungen verkauft sind. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit der Diakoniestation. Gemeinsam wird ein Betreuungskonzept erstellt. Ansprechperson kann auch ein Bewohner sein, der z.B. auch Aktivitäten plant.
Die Mehrkosten gegenüber üblichen Eigentumswohnungen betragen etwa 15 %. So sind z.B. alle Wohnungen behindertengerecht mit Notrufanschluss, die Rollläden elektrisch, Abstellräume und Boden ebene Duschen in den Wohnungen, Aufzug usw. In Weissach im Tal kostet eine Wohnung rd. 2.500 ?/m², Kaufreis ab 125.000 ?.
In einem weiteren Schritt wird zu klären sein, ob und ggf. in welcher Art und Weise, sich die Gemeinde am Projekt aktiv beteiligt. Hier gibt es verschiedene Beispiele aus anderen Gemeinden wie z.B. ein öffentlicher Seniorenraum, eine Mietgarantie für einzelne Wohnungen oder die Unterstützung beim Baugrundstück.
Der Gemeinderat hat vom ersten Konzept einer "Betreuten Seniorenwohnanlage" in der Talstraße in Unterbrüden zustimmend Kenntnis genommen. Die Paulus Wohnbau GmbH aus Pleidelsheim wurde beauftragt, über das erste Konzept hinaus weiter zu planen, eine konkrete Bedarfsanalyse u.a. durch Befragung der Senioren gemeinsam mit der Verwaltung zu erstellen und Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
Beleuchtungskonzept für die Auenwaldhalle
Die Auenwaldhalle wurde 1979 eingeweiht. Der Großteil der Technik, wie beispielsweise auch die Beleuchtung, befindet sich noch auf dem Stand dieses Baujahrs. Die Beleuchtung ist teilweise veraltet und sanierungsbedürftig. Die Beleuchtungsstärke entspricht nicht den aktuellen Vorschriften, die heute bei 500 Lux liegen. Die Betriebskosten für die Wartung und auch für den Energieverbrauch können reduziert werden. Die bisherige Beleuchtung nutzt nicht den großen Tageslichtanteil, weil sie nicht dimmbar ist. Auch eine unterschiedliche Schaltung auf einzelne genutzte Hallenteile ist bisher nicht möglich. Auch Sicherheitsaspekte sprechen für eine rasche Erneuerung einzelner Leuchten.
Die Verwaltung hat deshalb bei der Firma Hecolux ein Konzept zur Erneuerung der Beleuchtung in der Auenwaldhalle in Auftrag gegeben, das diese Mängel komplett beseitigt und die Beleuchtung auf den aktuellen Stand der Technik bringt.
Die Firma Hecolux beabsichtigt, eine Lichtsteuerung der Firma Altenburger einzusetzen. Dieses Unternehmen hat im Raum Bielefeld erfolgreich derartige Projekte im Stadthallenbereich mehrfach geplant und umgesetzt.
Als neue Leuchten sollen 30 Aufbauleuchten mit jeweils 3 Leuchtstoffröhren montiert werden, so dass je nach Bedarf die Beleuchtung verstärkt werden kann. Der bisherige Gesamtstromverbrauch der Beleuchtung in der Auenwaldhalle liegt nach den Einschätzungen der Firma Hecolux GmbH bei 19.000 KWh. Die neue Beleuchtung hätte bei gleicher Betriebsdauer einen Verbrauch von 18.000 KWh. Aufgrund der o. g. Lichtsteueranlage, die das Tageslicht ausnutzt, ist jedoch von einer Energieeinsparung von bis zu 80 % auszugehen, so dass sich die Investitionen in gut 8 Jahren amortisieren.
Die Gesamtkosten für die Demontage und die Entsorgung der bisherigen Beleuchtung einschließlich dem Bau eines neuen Schaltschranks sowie der Ausrüstung mit einer Altenburger Lichtsteueranlage, die mit Sensoren eine tageslichtabhängige Steuerung vornehmen, sowie dem Einbau der 30 ballwurfsicheren Leuchtstofflampen mit extrem langlebigen Leuchtstoffröhren liegen bei knapp 33.000 ?.
Der Gemeinderat hat die Planung der Firma Hecolux zur Erneuerung der Beleuchtung in der Auenwaldhalle zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Vergabe wurde zurückgestellt, weil noch kein Zuschussbescheid aus dem Konjunkturprogramm vorliegt und noch weitere Angebote eingeholt werden.
Annahme von Spenden
In den letzten Monaten sind bei der Gemeinde wieder einige Spenden eingegangen, unter anderem für die Kindergärten, für die verbilligten Mahlzeiten in Schulen und Kindergärten und für weitere Hundetoiletten. Der Gemeinderat hat der Annahme zugestimmt und bedankt sich für die Spenden.
Richtlinien zur Förderung von Familien
In der Sitzung vom 26. Januar 2009 wurde der von der Bürgerlichen Wählervereinigung Auenwald beantragte Armutsbericht abgegeben, sowie über den von der BWA gleichzeitig beantragten Kinderpass beraten und vom Gemeinderat beschlossen, Familien mit Einkommen unter ALG II einen Zuschuss zum Mittagessen zu gewähren. Eine weitere Förderung wurde zurückgestellt, es sollte der Haushaltsplan 2009 abgewartet werden. Der Haushaltsplan wurde in der letzten Sitzung am 27. April 2009 verabschiedet. Mit Schreiben vom 3. Mai 2009 beantragt die Unabhängige Wählergemeinschaft Auenwald nun ebenfalls, einen Familien- und Kulturpass einzuführen und für das Freibad Backnang einen Zuschuss zum Eintritt zu gewähren. Von allen Gemeinderatsfraktionen wurde in der Sitzung am 26. Januar gefordert, verschiedene Unterstützungen für bedürftige Familien zu beschließen.
Einen Essenszuschuss ("Mensa-Card") haben bisher zwei Familien beantragt. In den letzten beiden Jahren haben sich etwa zehn Familien nach einem Zuschuss zum Freibad erkundigt. Es ist derzeit nicht abzusehen, in welchem Umfang eine solche Förderung von den Familien in Anspruch genommen wird. Auch bei den Nachbargemeinden lässt es sich noch nicht absehen, welche Kosten tatsächlich entstehen. Wir rechnen damit, dass es aber keine all zu großen Summen sein werden, die den Haushaltsausgleich 2009 gefährden. Auf jeden Fall wird sich die Zuführungsrate entsprechend verringern, da keine anderweitige Deckung möglich ist, ohne an anderer Stelle Ausgaben zu streichen.
Der Gemeinderat hat den Richtlinien im Wesentlichen zugestimmt. Auf Antrag von Herrn Stuhlmann wurde die Förderung von Volkshochschulkursen gestrichen. Gefördert werden nur Familien oder Personen mit Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren. Die Förderung steht unter dem Vorbehalt, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, deshalb wird die Förderung in einem Jahr nochmals überprüft.
Die neuen Förderrichtlinien wurden im Mitteilungsblatt veröffentlicht.
Auenwald creativ 2009
Die Kunst- und Kulturwochen Auenwald creativ finden alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Jugendmusikpreis Auenwald statt. Turnusgemäß wären in diesem Jahr die Kunst- und Kulturwochen vorgesehen. Sie werden um ein Jahr auf 2010 verschoben.
Einer der Kursleiter wird wieder Kurt Doll, mit dem ein neues Konzept ausgearbeitet wird.
Nachtrag von der Sitzung am 27.April 2009: Die Aussage des Bürgermeisters, dass die Grundstücksentwässerung in der Geigersbergstraße vom Landratsamt genehmigt war, wird dahin gehend berichtigt, dass eine Genehmigung für die Sicherheitsdrainage beim Wohnhaus-Neubau (im Jahr 2003) nicht mit dem eingereichten Bauantrag erteilt wurde, sondern erst anschließend vom Landratsamt die Ableitung der Sicherheitsdrainage vor Ort festgelegt wurde und die Maßnahme vom zuständigen Landratsamt als ordnungsgemäß abgeschossen bezeichnet wurde.
< zurück
|